Je nach Beschwerdebild kommen verschiedene therapeutische Methoden zum Einsatz:


KÖRPERAKUPUNKTUR

Die Akupunktur ist eine jahrtausendealte Behandlungsmethode der TCM, bei der Akupunkturpunkte, die auf sogenannten Energiebahnen - den Meridianen - unseren Körper überziehen, durch Nadeln stimuliert werden. Die Wirkungsweise der Akupunktur ist heute gut untersucht und durch tausende von Studien wissenschaftlich belegt. Mithilfe der Akupunktur werden die Selbstheilungskräfte unseres Körpers angeregt und Blockaden gelöst. Es kommt zu einer Steigerung der Durchblutung, Schmerzunterdrückung, Senkung der Muskelspannung, Entzündungshemmung, Immunstimulation, Funktionsanregung und einem psychischen und vegetativen Ausgleich. Aus all diesen Effekten ergibt sich ein sehr umfassender Anwendungsbereich. 9 von 10 Personen sprechen auf Akupunktur gut an. Nach Setzung der Nadeln werden diese 20 Minuten in der Haut belassen, sodass sich ihre Wirkung maximal entfalten kann. Alternativ können die Punkte auch mittels Laser oder anderer physikalischer Verfahren stimuliert werden. Zusätzlich können Dauernadeln eingesetzt werden, die bis zu einer Woche in der Haut belassen werden und mehrmals täglich selbst stimuliert werden können.


OHRAKUPUNKTUR

An den Ohren werden jedes Organ und jeder Körperteil des Menschen an einem bestimmten Punkt abgebildet. Aber auch geistig-seelische Probleme lassen sich sehr gut mit der Ohrakupunktur behandeln. Das Ohr ist eine Reflexzone des Körpers, was bedeutet, dass die Punkte am Ohr entsprechend der Störung aktiv werden und auf Druck schmerzen. Die schmerzhaften Punkte werden mit Nadeln oder Laser stimuliert. Es können auch spezielle Dauernadeln zum Einsatz kommen, welche bis zu einer Woche im Ohr belassen werden können. So kann eine besonders gute Wirkung erzielt werden. Die Ohrakupunktur erzielt insbesondere bei der Behandlung von Schmerzen, Allergien und seelischen Befindlichkeitsstörungen rasche Erfolge. Auch bei der Raucherentwöhnung und zur Gewichtsreduktion wird sie oft erfolgreich eingesetzt. Bei Kindern können neben dem Laser auch Ohrsamen oder Magnetkügelchen zur Stimulation der Akupunkturpunkte eingesetzt werden.


SHONISHIN

Shonishin ist eine traditionelle japanische Akupunkturmethode und wurde speziell für die Behandlung von Babys und Kleinkindern entwickelt. Anstelle von Akupunkturnadeln kommen hier im Gegensatz zur klassischen Akupunktur verschiedene metallene Instrumente zum Einsatz, mit denen bestimmte Körperareale, Reflexzonen und Meridiane durch Drücken, Streichen und Klopfen stimuliert werden. Die Behandlung wird so als sanfte Massage bzw. Streichung wahrgenommen. Besonders wirksam ist Shonishin bei Babys, da diese weit weniger Reize zur Selbstregulierung benötigen als Erwachsene. Shonishin kann bei verschiedenen Beschwerdebildern eingesetzt werden. Dazu zählen Schlafstörungen, Koliken, Allergien, Infektanfälligkeit, Unruhe, Verdauungsbeschwerden und noch vieles mehr.


KINDER-TUINA

Kinder-Tuina ist eine Behandlungsmethode der TCM, die bei Babys bis hin zu Jugendlichen zum Einsatz kommt. Durch verschiedene sanfte Massagegriffe, die entweder mit der ganzen Hand, dem Daumen, Zeige-, Mittelfinger oder dem Handballen ausgeführt werden, entstehen regulative Reize, die bei diversen Beschwerdebildern schnell und frei von Nebenerscheinungen Wirkung zeigen. Zu den Anwendungsgebieten zählen Schlafstörungen, Unruhe, Verdauungsbeschwerden, Koliken, Infekte und noch vieles mehr. Nach erfolgter Instruktion können die Behandlungsgriffe auch von den Eltern selbst ausgeführt werden, was eine höhere Behandlungsintensität ermöglicht und so die Erfolgsrate weiter steigert. Eltern wird so ein Werkzeug in die Hand gegeben, mit dem sie ihren Kleinen schnell helfen können. Zudem fördern die sanften Berührungen die Eltern-Kind-Bindung.


MOXIBUSTION

Bei der Moxibustion werden Akupunkturpunkte durch Wärme stimuliert. Traditionell erfolgt die Behandlung mit Beifußkraut, das meist in Form von Moxazigarren oder Moxakegeln zum Einsatz kommt.

Moxalampen verfügen über eine Platte, die mit für den Menschen wichtigen Mineralien beschichtet ist. Wird das Heizelement der Lampe aktiviert gibt die Mineralienplatte ganz bestimmte elektromagnetische Wellen ab. Das Wirkungsspektrum von Moxalampen ist sehr groß. So können beispielsweise Rücken-, Nacken- und Kopfschmerzen auf diese Weise effektiv gelindert werden und es kommt zu einer Aktivierung des Stoffwechsels sowie zu einer Stärkung des Immunsystems.

In der Geburtsvorbereitung ist das Moxen zur Wendung des Ungeborenen bei Beckenendlage mittlerweile sehr verbreitet. Dabei wird ein Akupunkturpunkt an der kleinen Zehe durch eine Moxazigarre stimuliert während das Becken der Schwangeren hoch gelagert ist.


SCHRÖPFEN

Beim Schröpfen werden sogenannte Schröpfköpfe oder Schröpfgläser auf die Haut gesetzt und ein Unterdruck erzeugt. Durch den Unterdruck strömt verstärkt Blut in den behandelten Bereich und es kommt zu einer Anregung des Stoffwechsels wodurch es insbesondere bei Verspannungen und Schmerzen schnell zu einer Linderung kommt. Über Reflexzonen besteht zudem eine Verbindung zu den inneren Organen, daher lassen sich auch andere körperliche Erkrankungen mithilfe des Schröpfens behandeln.


Es gibt verschiedene Arten des Schröpfens:


Trockenes Schröpfen:

Beim trockenen Schröpfen wird ein Schröpfglas auf die zu behandelnden Hautstellen aufgesetzt und ein Unterdruck erzeugt. Dadurch wird das Gewebe stärker durchblutet. Nach spätestens 15 Minuten werden die Schröpfköpfe wieder entfernt. Normale Nebenerscheinungen der Therapie sind Rötungen, Schwellungen, eine Überwärmung der behandelten Hautpartien sowie blaue Flecke.

Blutiges Schröpfen:

Beim blutigen Schröpfen werden die zu behandelnden Hautstellen zunächst mit einer Lanzette angeritzt. Erst dann werden die Schröpfgläser aufgesetzt und ein Unterdruck erzeugt. Durch den Unterdruck tritt Blut aus den eingeritzten Hautpartien aus, welches sich in den Schröpfgläsern ansammelt. Auch bei dieser Art des Schröpfens verbleiben die Schröpfköpfe maximal 15 Minuten auf der Haut.

Schröpfmassage:

Bei der Schröpfmassage werden die Schröpfköpfe über eingeölte Hautpartien bewegt. So wird der Effekt einer Schröpfbehandlung mit Wirkungen einer Bindegewebsmassage kombiniert und verstärkt.


TENS

Die Transkutane Elektrische Nervenstimulation ist eine Reizstromtherapie, die vor allem zur Behandlung von Schmerzen und zur Muskelstimulation eingesetzt wird. Dabei werden in der Nähe der schmerzenden Stellen Elektroden auf die Haut geklebt, die elektrische Impulse auf die Oberfläche der Haut übertragen. Durch Anregung von Nerven werden schmerzhemmende Substanzen im Gehirn und Rückenmark freigesetzt. So kommt es durch Aktivierung körpereigener Mechanismen zur Schmerzlinderung. Die Behandlung selbst ist nicht schmerzhaft, sondern wird lediglich als Kribbeln oder leichtes Muskelzucken wahrgenommen. Je nach Beschwerdebild sollte die Behandlung ein- bis mehrmals täglich für 15 – 45 Minuten über mehrere Wochen erfolgen, daher können TENS-Geräte auch verliehen und nach erfolgter Instruktion auch selbst zu Hause angewandt werden.


SOFTLASERTHERAPIE

Bei der Softlasertherapie werden Laser mit niedriger Leistungsdichte zur Behandlung verschiedener Beschwerdebilder eingesetzt. Die Anwendung ist schmerzlos und nebenwirkungsfrei. Die zum Einsatz kommende Laserstrahlung hat eine stimulierende Wirkung auf eine große Anzahl regulatorischer und synthetisierender Prozesse. Laserlicht wirkt unter anderem schmerzstillend, entzündungshemmend, stimuliert das Immunsystem und fördert so die Wundheilung. Aus all diesen Eigenschaften ergibt sich eine große Anzahl an Behandlungsmöglichkeiten: Schmerzen, Entzündungen, Ödeme, Ulcera, Wunden, Narben, Akne, Minderung von Falten, Fieberblasen, Karpaltunnelsyndrom, Sehnenscheidenentzündungen und andere Weichteilerkrankungen, rheumatische und arthritische Erkrankungen, Zerrungen, beschleunigte Knochenheilung nach Brüchen, Aphten, Zahnfleischentzündungen und vieles mehr.


Laserpunktur

Bei der Laserpunktur werden Akupunkturpunkte nicht durch Nadeln sondern durch Laserstrahlung stimuliert. Die Laserpunktur eignet sich deshalb besonders zur Behandlung von Babys bis hin zu Jugendlichen, aber auch für Personen mit Nadelphobie.




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